Gelebte Tradition

Gelebte Tradition

Brauchtum und Tradition sind im Montafon fest verankert und folgen dem Zyklus des bäuerlichen Lebens.

So gilt der Almabtrieb als Höhepunkt des Arbeitsjahres. Dieses Fest wird seit 400 Jahren in fast unveränderter Form begangen. Den Sommer verbringen die Kühe der Montafoner Bauern nach wie vor auf den saftigen, kräuterreichen Almen der Hochalpen. Im Herbst kehren sie festlich geschmückt ins Tal zu ihren Besitzern zurück.

Auch die über Generationen überlieferte Handwerkskunst wird im Montafon noch gepflegt – der bevorzugte Werkstoff war und ist das Holz der umliegenden Wälder. Im Sommer lassen sich die Holz-Künstler von Besuchern gern über die Schulter schauen und zeigen, was ihre Vorfahren aus dem erstaunlich vielseitigen Material zauberten: von der Wasserleitung bis zur filigranen Krippenfigur. Aber das wohl berühmteste aus Holz gefertigte Werk ist der Montafoner Tisch. Kunsttischlers Markus Neher aus Vandans beherrscht noch diese alte Kunst. Die vorwiegend in Handarbeit gefertigten, besonders robusten Tische werden aus heimischen Hölzern hergestellt.

Durch die Verwendung von Einlagen aus verschiedenen Sorten wie Birne, Kirsche, Eiche oder Ahorn, die zuvor einige Jahre luftgetrocknet wurden, entstehen wunderschöne Muster. In der Mitte ist eine Schieferplatte eingelassen, auf die früher zum Abendmahl der heiße Kochtopf gestellt wurde. Apropos Mahlzeit: eine kulinarische Tradition des Montafon ist der „Sura Kees“, ein Magerkäse mit geringem Fett- und Cholesteringehalt und mild-aromatischem Geschmack.